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Yachtausrüstung

Zu jeder Yacht, egal ob klein oder groß gehört eine individuelle Ausrüstung. Unser Team hilft Ihnen dabei Ihre Yacht individuell auszurüsten oder eine gebrauchte Yacht nach zu bestücken, das heist nach Ihren Anforderungen auszurüsten. Dabei greifen wir auf führende Hersteller zurück um Ihnen ein höchstmaß an Qualität zu bieten.

Neben der Ausrüsting Ihres Bootes unterstützen wir Sie auch beim Einbau neuer Teile wie zum Beispiel einer Standheizung oder einer Ruderanlage. Sprechen Sie uns an, wir stehen Ihnen mit Rat und Tat zur Seite.

 

Empfehlung für die Mindestausrüstung an Bord

Das Boot muss sicher und fahrtüchtig sowie nach Fahrtgebiet und Länge der Reise gut ausgerüstet sein. Davon kann Ihr Leben abhängen. Die Verkehrs- und Ausrüstungsvorschriften für die Binnen- und Seeschifffahrtsstraßen und die hohe See geben u.a. an, welche Positionslaternen, Sprechfunkanlagen, Rettungsmittel, Signalkörper und Schallsignalkörper zur Ausrüstung gehören.

Navigationslichter und Schallsignalanlagen
Einzelheiten hierzu finden Sie im Faltblatt „Lichterführung“ des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH). Dieses steht auf der BSH-Website www.bsh.de als Download zur Verfügung.

Nautische Ausrüstung

  • Steuerkompass,
  • ein Peilkompass oder eine andere Peileinrichtung,
  • Echolot,
  • aktuelle Papier-Seekarten und Unterlagen für das Fahrgebiet
  • Bleistift, Zirkel und Kursdreieck,
  • Radarreflektor
  • Seefunkanlage zur Teilnahme am GMDSS,
  • einschlägige Verkehrsvorschriften für das Fahrtgebiet,
  • Schiffstagebuch.


Sicherheitsausrüstung für den Seenotfall

  • Ohnmachtssichere Rettungsweste mit Signalpfeife passend für Erwachsene und ggf. Kinder,
  • Sicherheitsgurte (Lifebelts) mit Karabinerhaken zum Einpicken,
  • Rettungsringe mit schwimmfähiger Wurfleine und Leuchte
  • Seenot-Signalmittel,
  • Streichhölzer oder Feuerzeuge.


Sonstige Ausrüstungsempfehlungen
Zusätzlich sollte Sie je nach Fahrtgebiet folgende Ausrüstung an Bord haben:

  • Zwei tragbare Feuerlöscher der Brandklassen ABC,
  • Schöpfgefäß oder Pumpe zum Wasserschöpfen,
  • Anker mit ausreichend Leine oder Kette,
  • Handlampen, spritzwassergeschützt, mit Reservebatterie und –glühlampen,
  • eine Erste-Hilfe-Ausrüstung,
  • wichtige Flaggen und Signalkörper (Manövrierunfähigkeit, Ankern, etc.)
  • Absperrventile an allen Kraftstofftanks,
  • ein Rundfunkempfänger für Wetterberichte,
  • eine ausreichend lange schwimmfähige Rettungsleine,
  • eine Rettungsinsel,
  • Bootshaken und Fender,
  • Fernglas, Barometer, Nebelhorn,
  • Leuchtfeuerverzeichnis, Gezeitentafel sowie Handbücher für den Funkdienst
  • zwei Paddel oder Riemen,
  • Reparaturanleitung, Werkzeug, Maschinenersatzteile,
  • Reservekraftstoff/-schmiermittel,
  • eine Pütz (Eimer, Schüssel, Wanne) mit Wasser zum Löschen von Bränden fester Stoffe,
  • eine Decke aus Wolle, keinesfalls aus Kunstfasern, zum Ersticken von Bränden, insbesondere bei brennenden Personen,
  • ein Feuerlöschdurchlass für Motorenräume,
  • für brennende Zigaretten, Kippen, benutzte Streichhölzer stehen verschließbare Abfallbehälter.
  • Sicherheitsausrüstung

Sicherheitsausrüstung im Detail

Automatisches Schiffsidentifikationssystem (AIS)
AIS wurde ursprünglich für die Berufsschifffahrt entwickelt. Für die Sportschifffahrt gibt es inzwischen eine einfachere AIS-Variante – das AIS-Class-B-Gerät in der Größe eines UKW-Funk-gerätes.


Zwei wesentliche Funktionen zeichnen das AIS-Class-B-Gerät aus:

  • Der Datenempfang von anderen Schiffen in der Umgebung, die mit einem AIS-Gerät ausgerüstet sind,
  • und das Senden eigener aktueller Fahr- und Identifikationsinformationen.


Das AIS-Bordgerät sendet die Position alle 30 Sekunden und meldet dabei auch Geschwindigkeit und Kurs. Alle fünf Minuten werden Angaben mit Namen, Rufzeichen und der Art des Fahrzeuges gesendet. So weiß man frühzeitig, ob andere Fahrzeuge gefährlich nahe kommen und kann entsprechend reagieren. Dies bedeutet vor allem in stark frequentierten Seegebieten oder bei schlechter Sicht einen erheblichen Sicherheitsgewinn.

Die Ausrüstung mit AIS ist für die Sportschifffahrt freiwillig – entscheidet sich ein Skipper für die technische Aufrüstung seines Bootes mit einem AIS-Gerät, entscheidet er sich für ein deutliches Mehr an Sicherheit!

Rettungswesten und –inseln
Bei den Rettungswesten unterscheidet man Feststoffwesten und aufblasbare Rettungswesten. Der Auftriebskörper der Feststoffwesten besteht aus Schaum. Diese Westen haben dadurch den Vorteil, dass sie im Notfall nicht erst aufgeblasen werden müssen.

Der Schwimmkörper der aufblasbaren Rettungswesten wird erst beim Einsatz per Hand oder automatisch bei Kontakt mit dem Wasser mit Gas gefüllt. Die größten Vorzüge der aufblasbaren Rettungswesten sind ihre Handlichkeit und ihr Tragekomfort.

Alle Rettungswesten sollen den Kopf des Trägers über der Wasseroberfläche halten, nach Möglichkeit ohnmachtssicher. Sie heben das Gesicht – also Mund und Nase – einer erschöpften oder bewusstlos im Wasser treibenden Person aus jeder Position aus dem Wasser heraus und bringen den Körper in die stabile Rückenlage. Es sollten nur Rettungswesten gekauft werden, die das CE-Kennzeichen tragen, das heißt, die EU-Baumusterprüfung unterzogen wurden.
Zusätzlich zum CE-Kennzeichen  kann die Rettungsweste auch eine GS-Prüfnummer tragen, die besagt, dass auch eine regelmäßige Produktionsüberwachung stattfindet. Die gekennzeichneten Rettungswesten bieten eine hohe Sicherheit gegen Ertrinken, haben den richtigen Sitz, geben Bewegungsfreiheit beim Schwimmen und sind gut sichtbar.

Die Rettungswesten sind nach der Norm DIN EN ISO 12402 in Leistungsstufen eingeteilt:

  • Stufe 50: als Schwimmhilfe nur geeignet für Schwimmer in geschützten Gewässern und Hilfe in der Nähe, zum Beispiel bei Regatten, Wasserski, Kanu- und Kajak-Touren. Achtung: Eine Schwimmhilfe ist keine Rettungsweste im eigentlichen Sinne und bietet nur einen einge-schränkten Schutz gegen Ertrinken.
  • Stufe 100: geeignet für den Einsatz in geschützten Gewässern mit leichter Bekleidung.
  • Stufe 150: geeignet für den Hochsee-Einsatz mit wetterfestem Ölzeug.
  • Stufe 275: konzipiert für den Einsatz auf Hochsee, unter extremen Wetterbedingungen, mit schwerer Schutzbekleidung und schwerer Ausrüstung.


Rettungsinseln sind in Taschen oder Containern verpackt und im Wassersportbereich je nach Größe für vier bis zu zwölf Personen ausgelegt. Unverzichtbar sind Rettungsinseln überall dort, wo es um den Schutz vor Unterkühlung geht. Dies ist praktisch im gesamten Nord- und Ostseeraum der Fall.

Die Rettungsinsel sollte sofort an einem stabilen Auge mit dem Boot verbunden werden. So ist sichergestellt, dass sie im Ernstfall nicht über Bord geworfen wird, bevor sie befestigt wurde. Man wirft die Insel unaufgeblasen über Bord und zieht dann an der Reißleine. Dann füllen sich die Auftriebskammern mit Gas oder Pressluft. Eine Sollbruchstelle in der Verbindungsleine zum Boot sorgt dafür, dass diese von einem sinkenden Fahrzeug nicht mit in die Tiefe gerissen werden kann. Ungeachtet dessen sollte die Leine nach dem Übersteigen in die Rettungsinsel sicherheitshalber mit einem Messer gekappt werden.  

In einigen Ländern gibt es je nach Fahrtgebiet eine Pflicht zur Ausrüstung des Sportbootes mit Rettungsinseln. In Deutschland gibt es eine solche allgemeine Ausrüstungspflicht mit Rettungsinseln nicht. Lediglich auf Charteryachten im Seebereich und bei der Teilnahme an einigen Segelregatten auf hoher See müssen Rettungsinseln an Bord sein. Sie unterliegen dann auch den internationalen SOLAS-Bestimmungen.

Die Rettungsinseln werden von den meisten Herstellern in folgende Hauptkategorien unterteilt:

  • Rettungsinseln für den küstennahen Bereich – im Seenotfall kann mit einer Rettung inner-halb von 24 Stunden nach Einstieg in die Insel gerechnet werden sowie
  • Rettungsinseln für küstenferne Gewässer – im Seenotfall ist eine Rettung innerhalb von 24 Stunden nach Einstieg in die Insel unwahrscheinlich.


Rettungsinseln sind an Bord so zu verstauen, dass man sie im Notfall sofort verwenden kann. Technische Fertigung und Ausrüstung der Inseln erfordern eine periodische Inspektion durch eine autorisierte Wartungsfirma.

Achten Sie darauf, dass die an Bord befindlichen Rettungsmittel eine gültige Zulassung besitzen, die die zugesagten Gebrauchseigenschaften garantieren.

Pyrotechnische Signalmittel
Um im Notfall auf sich aufmerksam zu machen, können Schiffbrüchige Raketen abschießen, Signalfackeln zünden oder ähnliche pyrotechnische Mittel auslösen. Die Auswahl an pyrotechnischen Signalen ist groß. Für alle gilt jedoch, dass sie trocken aufbewahrt werden müssen und gut erreichbar sind.


Empfohlene Ausrüstung für alle Fahrtgebiete:

  • 1 Aufbewahrungsbehältnis, das den waffenrechtlichen Anforderungen entspricht.
  • 2 Rauchfakeln, orange, Rauchdauer eine Minute oder statt der Rauchfackeln.
  • 2 Rauchsignale, orange schwimmfähig, Rauchdauer 4 Minuten.
  • 2 Handfackeln, rot, Leuchtdauer 60 Sekunden.
  • 8 Fallschirmsignalraketen, rot, Steighöhe 300 m, Leuchtdauer 30 Sekunden.


Alternativ zu den Fallschirmsignalraketen können für Sportboote, die in Küstennähe (bis drei Seemeilen Küstenabstand) verkehren, auch fachkundefreie Signalgeber mit roten Leuchtsternen und einer Steighöhe von mindestens 80 Meter verwendet werden.

Machen Sie sich vor Antritt der Reise mit den Seenotsignalen vertraut und denken Sie daran: Pyrotechnische Gegenstände können nach Art und Einsatzweck extreme Hitze entwickeln, Projektile ausstoßen oder explodieren. Verwenden Sie deshalb Seenotsignale nur im Freien und nicht in Innenräumen.
Befolgen Sie die Bedienungsanleitungen und achten Sie darauf, dass die Produkte mit einer amtlichen Zulassung versehen sind. Überlassen Sie pyrotechnische Gegenstände niemals Kindern oder Personen, die mit den von diesen Gegenständen ausgehenden Gefahren nicht vertraut sind.

Beachten Sie: Der Erwerb und die Nutzung pyrotechnischer Signalmittel erfordert einen Sachkundenachweis nach den waffenrechtlichen Bestimmungen oder einen Fachkundenachweis nach dem Sprengstoffrecht. Weitere Informationen erhalten Sie bei der Yachtschule Rhein-Ruhr

 

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