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Seajet Verarbeitungsanleitung

Seajet Verarbeitungsanleitung

Beschichtungen unterhalb der Wasserlinie

Inspektion des Bootes

Nachdem das Boot aus dem Wasser genommen und gereinigt wurde, muss der Schiffskörper vollständig auf Schäden und Bewuchs untersucht werden. Der beim Waschen von den Schlaufen bedeckte Bereich muss anschließend abgebürstet und auch von Bewuchs befreit werden. Seegras und lose Farbschichten sind mit einem Spachtel zu entfernen, wobei dessen scharfe Kanten mit Schleifpapier abzurunden sind, um Schäden am Bootskörper zu vermeiden. Seepocken müssen speziell behandelt werden, da sie ein Hormon enthalten, das ihrem Nachwuchs dazu verhilft, sich in der Nähe wieder neu anzusiedeln. So muss man nach dem Abkratzen der Seepocken deren Reste solange nass schleifen, bis sie nicht mehr sichtbar sind. Lose Farbreste und Blasen in den Farbschichten müssen ebenfalls abgekratzt werden, so dass die Oberfläche glatt wird – größere Flächen können nassgestrahlt werden. Jedoch sollten auf GFK niemals chemikalische Abbeizer verwendet werden, da diese umgehend das schützenden Gelcoat angreifen. Osmose ist ein weitverbreitetes Problem bei GFKBooten. Weitgestreute Blasenbildung oder größere Beulen im Gelcoat sind ein schwerwiegendes Problem und müssen vom Fachmann behandelt werden.

Oberflächenvorbehandlung

Zu beschichtende Oberflächen müssen sauber, trocken und frei von Ölen und Fetten sein. Unbehandelte Oberflächen sind zunächst mit einem entsprechenden Primer zu versehen, wellenförmige Bewegungen zwischen den Schichten sollen mit einem Epoxy Profil Füller angefüllt werden. Bestehende Antifouling-Anstriche benötigen in der Regel keine spezielle Vorbehandlung, jedoch können sie leicht nass angeschliffen werden, um alle Unebenheiten zu beseitigen. Antifoulings sollten nie trocken angeschliffen oder abgebrannt werden, da sie selbst zum Ende der Saison noch giftige Inhaltsstoffe enthalten. Nassschleifen ist die einzig sichere Lösung! Abgesehen von der Arbeitssicherheit bewirkt die Schmierfähigkeit des Wassers, dass diese Arbeit erheblich weniger Zeit beansprucht und schneller von der Hand geht. Propeller können mit einer Schleifmaschine poliert werden. Das Kupfer in Bronze-Propellern hält in der Regel den Bewuchs ab, jedoch können einige Anstriche an den Stellen aufgebracht werden, wo starker Bewuchs ein Problem darstellt. Am Ende waschen Sie alles noch einmal gründlich ab, um den Staub zu entfernen.

Grundierung im Unterwasserbereich

Unbeschichtete und gespachtelte Bereiche müssen zur besseren Haftung der Folgeanstriche zunächst mit einem Primer gestrichen werden. Als leistungsstarken Primer nehmen Sie Seajet 117 oder 118 Epoxy Primer. Dies wird insbesondere empfohlen, wenn die gesamte alte Farbschicht entfernt wurde und die Grundierung insgesamt neu aufgebaut werden soll. Seajet 2-Komponenten- Multipurpose Epoxy Primer ist als Versiegelung des behandelten Gelcoats auf GFK-Rümpfen geeignet und schützt Metallkiele vor Rost. Wenn nur kleinere Bereiche auszubessern sind, kann ein einkomponentiger Primer bevorzugt werden: applizieren Sie Seajet 011 Underwater Primer.Beachten Sie die korrekten berarbeitungsintervalle zwischen den Anstrichen – entsprechende Informationen finden Sie auf der Produktverpackung. Nehmen Sie einen Pinsel für kleinere und eine Rolle für größere Bereiche. Kann Seajet Antifouling auf jedem, bereits auf Ihrem Boot eingesetzen, Antifouling aufgetragen werden? In den meisten Fällen ja. Lediglich einige Teflon- Antifoulings wie VC17 Extra müssen vollständig entfernt werden. Wenn Sie nicht sicher sind, welches Antifouling zuletzt aufgebracht wurde, oder wenn sich das Boot in keinem guten Zustand befindet, sollten sie einen kompletten Versiegelungsanstrich mit Seajet 011 Underwater Primer aufbringen. Somit erhalten Sie eine gute Haftung der Folgeanstriche.

Auftragen des Antifoulings

Wenn möglich, sollten Sie das Antifouling am Vormittag oder frühen Nachmittag bei ruhigem, trockenem Wetter aufbringen. Vermeiden Sie Beschichtungsarbeiten zu einer späteren Tageszeit, da insbesondere bei klarem Wetter rapide Temperaturschwankungen zu nächtlichem Tau führen können, der die Haftung des Anstrichs beeinträchtigt. Eine feuchte Oberfläche wird ebenfalls einen Haftungsverlust und Abblätterungen verursachen. Nehmen Sie zum Absetzen der Wasserlinie ein qualitativ gutes Klebeband und decken Sie Anoden und andere Teile, welche nicht mit Antifouling beschichtet werden sollen, sorgfältig ab. Um ein Einstauben Ihrer Anstricharbeiten zu verhindern, sollten Sie vor Beginn der Anstricharbeiten den Boden mit Plastikfolie abdecken und anfeuchten. Sollten Sie bei kaltem Wetter arbeiten, bewahren Sie die Farbe bis zur Nutzung an einem warmen Ort auf. Alternativ können Sie die Dose auch in einen Behälter mit heißem Wasser stellen. Warme Farbe ist sehr viel einfacher zu verarbeiten und ergibt einen gleichmäßigeren Anstrich. Verrühren Sie die Farbe vor Gebrauch sorgfältig mit einem Rührholz. Schwere Pigmente im Antifouling führen dazu, dass sich dieser Teil der Farbe auf dem Boden der Farbdose absetzt. Eine Verdünnung sollte normalerweise nicht nötig sein. Verarbeiten Sie die Farbe nicht direkt aus dem Eimer, sondern füllen Sie sich eine entsprechende Menge in eine Farbwanne. Verschließen Sie den Farbenbehälter wieder um Verschmutzungen und chemischen Reaktionen zu verhindernRühren Sie die Farbe während der Arbeit immer wieder, um ein Absetzen der schweren Bestandteile in der Farbwanne zu verhindern. Antifouling sollte per Rolle aufgetragen werden. Legen Sie sich jedoch einen Pinsel für schwer zugängliche Bereiche bereit. Lammfellwalzen nehmen am meisten Farbe auf und können somit schnell große Flächen abdecken. Sie hinterlassen jedoch eine für schnelle Boote ungünstige unebene Oberfläche. Für eine glatte Oberfläche empfehlen wir eine Schaumstoff- oder Mohairwalze. Bei Gebrauch einer Rolle empfehlen wir das Auftragen im Kreuzverfahren zur gleichmäßigen Verteilung der Farbe. Alternativ bitten Sie jemanden Ihnen mit einem Farbkissen nachzuarbeiten. Arbeiten Sie jedoch nicht vorwärts und rückwärts mit dem Kissen und versuchen Sie nicht, die Farbe zu dünn zu verteilen! Denken Sie daran, die gesamte errechnete Antifoulingmenge zu verbrauchen, da der Anstrich sonst nicht für die Dauer der Saison halten wird. Im Allgemeinen sollten Sie zwei Anstriche Seajet 033, 034 oder 039 Antifouling applizieren. Empfehlenswert ist eine weitere Schicht auf den Ecken, der Kiellinie und an der Wasserlinie, da indiesen Bereichen die größte Wasserbewegung herrscht. Die Rolle (ohne Bügel) können Sie nach Gebrauch umweltgerecht entsorgen und die übrigen Werkzeuge mit dem Verdünner Seajet Thinner A reinigen. Sobald sich das Antifouling klebrig anfühlt, sollten Sie – bevor die Farbe durchgetrocknet ist – das Klebeband entfernen. Dieses ergibt einen sanfteren Übergang zur Farbe, der sich nicht von der Oberfläche abhebt.

Bereit zum Zu Wasser lassen

Ihr neues Seajet Antifouling kann bis zu sechs Monate vor dem Zu Wasser lassen aufgebracht werden. Nach dem Streichen sollten Sie aber mindestens bis zum nächsten Tag warten. Der wirkliche Farbton zeigt sich erst nach dem Eintauchen, die Farbe kann leicht verblassen wenn der Poliereffekt beginnt die Pigmente freizugeben.

Beschichtungen oberhalb der Wasserlinie

Endanstriche/Topcoats

SEAJET Topcoats wurden entwickelt, um Ihr Boot gegen die Elemente zu schützen und es wie neu aussehen zu lassen. Wo herkömmliche Alkyd-Farben schnell verblassen und regelmäßiges Überarbeiten benötigen, bieten SEAJET Topcoats eine langfristigere Lösung. Der Hauptvorteil der SEAJET Topcoats liegt darin, dass Sie seltener malen müssen als mit herkömmlichen Farben. Unsere Topcoats bieten Ihnen:

• Verbesserte Glanzbeständigkeit
• Verbesserte Farbbeständigkeit
• Verbesserte Beständigkeit gegen UVStrahlung
• Eine härtere Oberfläche, die resistenter gegen Schläge und Kratzer ist

Vergleich

Herkömmliche Topcoats – Überarbeiten empfiehlt sich nach 1–2 Jahren SEAJET 120 UV VARNISH – Überarbeiten ist notwendig nach 2-3 Jahren (oder länger) SEAJET 122 BRILLIANCE TOPCOAT – Überarbeiten ist notwendig nach 2–3 Jahren (oder länger) SEAJET 132 POLYURETHANE TOPCOAT – Überarbeiten ist notwendig nach 5–10 Jahren (oder länger) Bemerkung: Das Überarbeitungsintervall hängt von der weltweit variierenden Intensität der Sonneneinstrahlung ab.Also, wie gehen wir die Malarbeiten an? Zuerst einmal müssen Sie die richtige Kleidung tragen. Malen kann eine schmutzige Arbeit sein, deshalb benötigen Sie alte Kleidung oder besser noch einen Arbeitsoverall; Gummihandschuhe und einen Hut. Ebenso empfehlen wir das Tragen einer Sicherheitsbrille.

TIPP: Tragen Sie bei der Arbeit keinen Wollpullover- oder Hut, da sich die Fusseln auf die Farbarbeit legen.

Außerdem brauchen Sie etwas Basiswerkzeug: Einen Spachtel um lose Farbe abzukratzen, nasses und trockenes Schleifpapier und Schleifblöcke um die Oberfläche durch Schleifen zu reinigen und Pinsel und Rolle um neue Farbe aufzutragen. Und vergessen Sie nicht etwas Klebeband um die Wasserlinie abzukleben.

Oberflächenvorbereitung

Vorbereitung ist der Schlüssel zum Erfolg. Eine gute Vorbereitung wird ein sauberes Endergebnis hervorbringen – nehmen Sie sich dafür Zeit! Nicht anhaftende Farbe sollte bis zum intakten Untergrund durch Abschaben entfernt werden. Größere Flächen können durch spezielles Strahlen oder mechanisches Schleifen behandelt werden. Wie auch immer, chemische Farbentferner sollten auf GFK nicht verwendet werden, da diese rasch das schützende Gelcoat zerstören können. Benutzen Sie SEAJET Thinner um Fettrückstände gründlich zu entfernen. Dann reinigen und entfetten Sie nochmals mit Reiniger. Das Schleifen ist nötig, um eine glatte und saubere Oberfläche zu erhalten. Oberflächen, die gemalt werden sollen, müssen sauber, trocken und frei von Öl oder Fett sein. Bestehende Anstriche müssen geschliffen werden, um alle Unebenheiten zu beseitigen. Schleifen Sie mit Schleifpapier der Körnung P180–P280. Bürsten Sie schließlich den Staub ab und entfernen Sie verbliebene Staubspuren mit einem fusselfreien Putzlappen. Die Vorbereitung kann abhängig von der zu beschichtenden Oberfläche variieren. Folgen Sie deshalb unserer Farbspezifikation für einzelne Details in der Vorbereitung.

Grundierung, Spachtel und Voranstrich

Unbehandelte Oberflächen müssen zuerst mit unserem empfohlenen Grundierungsschema vorbehandelt werden. Dies kann für verschiedene Oberflächen unterschiedlich sein, beachten Sie deshalb bitte unsere Farbspezifikationen für Grundierungsempfehlungen. Verwenden Sie einen Epoxy Profil Spachtel zwischen den Anstrichen um wellenförmige Unebenheiten oder Schäden auszugleichen. Wir empfehlen Filler für kleinflächige Reparaturen – für größere Reparaturen sollten Sie Fachleute hinzuziehen. Tragen Sie den Füller mit einem Spachtel auf, der zweimal so lang sein sollte wie das Loch, das Sie füllen möchten – das reduziert Vertiefungen. Sie können die Stellen nach 2 Stunden mit Schleifpapier der Körnung P 280-320 schleifen. Wenn nötig, wiederholen Sie diesen Vorgang mehrmals für eine perfekte und glatte Oberfläche. Sie können SEAJET FILLER mit jedem SEJAET Primer oder Topcoat überarbeiten. • Seajet Topcoats können direkt auf bestehende Anstriche oder GFK aufgetragen werden. Um alle Unebenheiten zu beseitigen, schleifen Sie zuerst mit Schleifpapier der Körnung P 280, dann mit KörnungP 320. Um eine gleichmäßige und anhaltende Farbe zu erhalten, wird ein Voranstrich empfohlen. Dies dient auch zur Versiegelung des Spachtels und verhindert, dass Wasser aufgenommen wird. Dazu sollte SEAJET 012 Universal Primer Undercoat verwendet werden und anschließend mit Schleifpapier der Körnung P 320 zurückgeschliffen werden.

TIPP: Zwei Schichten Grundierung ergeben einen umso besseren Endanstrich. Rühren Sie vor Gebrauch mit einer flachen Klinge oder einem Rührstock gründlich durch. Entfernen Sie Schleifstaub mit einer Bürste und einem fusselfreien Putztuch.

Auftragen des Endanstrichs

Während eine herkömmliche Farbe ein bis zwei Jahre hält bevor sie überarbeitet werden muss, werden unsere hochleistungsfähigen Topcoats Ihr Boot länger wie neu aussehen lassen: Um die Verarbeitung zu erleichtern sind unsere Endanstriche einkomponentig, und können auf jede vorbereitete Oberfläche aufgetragen werden. Für beste Ergebnisse verwenden Sie eine kurzhaarige Rolle und beenden Sie die Arbeit mit einem langhaarigen, qualitativ hochwertigen, weichborstigen Pinsel. Tragen Sie im Kreuzverfahren auf und machen Sie den letzten Strich immer in die gleiche Richtung.Schleifen Sie zwischen den Anstrichen mit Schleifpapier der Körnung P320–400 an. Zwei oder besser noch drei Anstriche geben einen langanhaltenden Endanstrich.

TIPP: Versichern Sie sich, dass Sie einen trockenen Tag wählen.Wenn möglich, sollten Sie die Farbe am Morgen auftragen, um zu vermeiden, dass sich abendlicher Tau auf der Oberfläche absetzt. Sie können den Boden unterhalb des Bootes befeuchten, um das Aufwirbeln von Staub zu verhindern.

Klarlack Lackierungen

Holz braucht einen guten Schutz um Fäulnis zu verhindern – dabei soll die natürliche Schönheit des Holzes bewahrt werden. SEAJET 120 UV Varnish wurde entwickelt um das Holz vor allen aggressiven Umwelteinflüssen zu schützen. Ultraviolettes Licht wird einen normalen Lack schnell zerstören, aus diesem Grunde haben wir spezielle Harze und Zusätze ausgewählt, die sicherstellen, dass SEAJET 120 UV Varnish seinen Glanz und sein Erscheinungsbild über lange Zeit erhält. Entfernen Sie alle alten Lackschichten, die sich in einem schlechten Zustand befinden, durch Schleifen oder Abziehen. Um die Haftung auf dem Holz zu verbessern, entfetten Sie ölige Hölzer wie Kiefer indem Sie diese mit SEAJET Thinner abreiben. Schleifen Sie dann die Oberfläche mit Sandpapier der Körnung P80-P180 entlang der Maserung, gefolgt von P280-P320 bis die Oberfläche sehr glatt ist. Einige extra Mühe zu diesem Zeitpunkt zahlt sich später durch ein hochwertigeres Endergebnis aus. Entfernen Sie auch jeglichen Staub, indem Sie das Holz mit Verdünner abreiben und es richtig trocknen lassen.Das Ziel ist es, einen Endanstrich wie Glas zu erhalten: Dies kann nur durch viele Schichten erreicht werden. Verdünnen Sie also den ersten Anstrich auf blankem Holz mit 50%. Verdünnen Sie den zweiten Anstrich mit 25%, den dritten mit 10% und tragen Sie dann zusätzliche Anstriche auf, welche Sie, wenn nötig, mit 5% verdünnen. Tragen Sie sieben bis acht Schichten auf, um ein glasartiges Ergebnis zu erzielen. Schleifen Sie zwischen den Schichten mit Schleifpapier der Körnung P320-P400 für ein besseres Ergebnis.

TIPP: Nachdem ein Lack einmal aufgetragen ist, braucht er jährliche Pflege: wir empfehlen, das System mit wenigstens einem Anstrich pro Jahr zu überarbeiten. Tragen Sie den Lack mit einem Pinsel oder einer Rolle auf, danach gehen Sie mit dem Pinsel erst entgegen und dann mit der Maserung. Bearbeiten Sie einen kleinen, einen Quadratmeter großen Bereich zur Zeit, um zu vermeiden, dass der Lack trocknet, bevor Sie fertig gestrichen haben. Vermeiden Sie in direktem Sonnenlicht zu lackieren oder wenn es feucht ist.